Neue Unterrichts- und Übemethoden für Musikerinnen und Musiker des 21. Jahrhunderts

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In diesem Workshop wird erstmalig der Leitfaden Üben vorgestellt – ein neues Handbuch, das praktische Übemethoden und -techniken beinhaltet, die auf der Grundlage neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse aus Pädagogik, Psychologie und Neurowissenschaft entwickelt wurden. Lehrende und Studierende sind eingeladen, als Team an teilzunehmen und gemeinsam neue, effiziente Wege des Lehrens bzw. Lernens kennenzulernen. Lehrende können hierbei sowohl mit einem bzw. einer Studierenden ihrer eigenen Klasse als auch mit ihnen unbekannten Studierenden (z.B. der ausrichtenden Hochschule) ein Team bilden. In Einzelfällen und nach vorheriger Absprache ist auch eine Einzelteilnahme ohne Studierenden möglich. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an: l_ag(at)netzwerk-musikhochschulen.de

Zentrale Themen des Workshops sind: „Deliberate Practice“ (d.h. Üben auf der Grundlage selbst entwickelter Ziele und Strategien), Übemethoden, Fokussierung der Aufmerksamkeit und konstruktives Feedback.
Folgende Fragen werden behandelt:

  • Was ist „qualitatives Üben“?
  • Wie viel und welche Art von Üben benötige ich für eine bestimmte Aufgabe?
  • Wie erkenne ich, wann ich etwas genug geübt habe?
  • Welche Art von Feedback fördert das Lernen?
  • Worauf sollte ich mich fokussieren, während ich spiele, um effizient zu lernen und meine Auftritte zu optimieren?

Jedes Lehrende/r-Studierende/r-Team wird Lern-Projekte für die Studierenden entwickeln (z.B. die Erarbeitung eines Repertoire-Stücks oder die Verbesserung einer bestimmten Fertigkeit) und einige ungewöhnliche Übemethoden erproben, Wege der Steuerung von Lernprozessen erkunden und lernen, konstruktives Feedback zu geben und zu empfangen.
Das Ziel des Kurses ist, Lehrenden wie Studierenden Erkenntnisse über das effiziente Training von Musiker/innen nahezubringen, die Fähigkeit zu kooperativem Lernen zu schulen und gleichzeitig Wege zur selbstbestimmten musikalischen Weiterentwicklung aufzuzeigen.
Dozentinnen: Susan Williams ist eine der führenden Spezialistinnen für Barocktrompete und seit 1990 Professorin am Royal Conservatoire in Den Haag. Sie unterrichtet darüber hinaus seit 2001 an der Hochschule für Künste in Bremen. Neben ihrer musikalischen Ausbildung hat sie Psychosynthese und angewandte Kinesiologie studiert und bietet seit zehn Jahren Kurse zu den Themen Übemethoden und Aufführungstraining an.
Gerda van Zelm ist seit 1992 Gesangslehrerin am Royal Conservatoire in Den Haag und war dort von 2004 bis 2014 Leiterin der Gesangsabteilung. Sie war Sängerin im Dutch Radio Choir und trat mit dem Gesangsensemble Femmes Vocales sowie als Solistin in Opern und Oratorien auf. Gerda van Zelm ist als Mitglied des „creative directors team“ in der Vereinigung ICON (Innovative Conservatoire) aktiv. Seit September 2016 ist sie am Aufbau eines Entwicklungsprogramms für Lehrende am Royal Conservatoire beteiligt.
Zielgruppe: Teams aus einem Lehrenden und einem Studierenden, Einzelteilnahme nach vorheriger Absprache möglich
Termin | Ort: Freitag, 30. Juni 2017, 11:00 – 19:00 Uhr und Samstag, 01. Juli 2017, 09:30 – 17:30 Uhr | MH Lübeck

Veranstaltungsart: 

Datum: 

Freitag, 30. Juni 2017 - 11:00 bis Samstag, 1. Juli 2017 - 17:30
 
 
 

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